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Informationen rund um die Betreuung von Kindern

Die Kinderbetreuung - Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung?

Für berufstätige Eltern stellt sich häufig, oft auch schon direkt nach der Geburt des Kindes, die wichtige Frage, wie sie Beruf und Familie unter einen Hut bekommen können. Nicht immer gibt es Großeltern in der Nähe, die diese Aufgabe übernehmen können oder der Herausforderung noch gewachsen sind. Doch welche Alternativen bieten sich Familien an?

Grundsätzlich wird unterschieden in

  1. private Kinderbetreuung im häuslichen Umfeld
    1. Die private Kinderbetreuung findet einerseits im eigenen Zuhause statt durch
      • Aupair (Kinderbetreuung mit Familienanschluss)
      • Babysitter/Leihoma (stundenweise Betreuung
      • Kinderfrau/Kindermädchen (regelmäßige Betreuung)
      • Hausaufgabenbetreuung (Nachmittagsbetreuung für Schulkinder)
      • Notmutter (kurzfristige Betreuung z.B. bei Krankheit)
      • Neugeborenenbetreuung (Rundumbetreuung in den ersten Lebenswochen)
      • Familienmanagerin (Haushälterin mit Kinderbetreuung)
    2. oder in den Räumlichkeiten einer Tagesmutter. Voraussetzung hierfür ist das Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege bzw. die Pflegeerlaubnis des Jugendamtes.
  2. Einrichtungen für Kinder von 0-18 Jahre
    1. Städtische Einrichtungen wie Krippe / Kita / Hort können über das zuständige Jugendamt angefragt werden. Die Zuweisung der freien Plätze erfolgt entweder zentral über die Kommune oder durch die Einrichtung.
    2. Die konfessionellen Einrichtungen wie Krippe / Kita / Hort können direkt kontaktiert werden.
    3. Freie Träger und Elterninitiativen runden das Angebot ab und sind regional unterschiedlich aufgestellt.

Welche Betreuungsform ist die richtige für mein Kind?

Wenn Sie sich einen ersten Überblick darüber verschaffen konnten, welche verschiedenen Betreuungsformen es überhaupt gibt, stellt sich bei Ihnen als nächstes sicherlich die Frage: „Welche Betreuungssituation wünsche ich mir für mein Kind? Und was bedeutet das für uns finanziell?“. Grundsätzlich gilt, je umfassender Sie sich als Eltern vorab informieren und wichtige Fragen ansprechen und klären, desto besser können Sie mit einem guten Gewissen Ihre Berufstätigkeit wieder aufnehmen.

Klären Sie unbedingt auch mit Ihrem Arbeitgeber

Betreuungsformen auf einen Blick

Tagesmutter (für Kinder im Alter von 0-10 Jahre)
Bei der Kindertagespflege außerhalb des Elternhaushaltes verbringt das Kind einen Teil des Tages in der familiären Situation einer anderen Familie, eventuell mit den eigenen Kindern und dem Partner der Tagesmutter. Bei der Betreuung mit bis zu fünf Kindern können Gruppenerfahrungen im kleinen, überschaubaren Rahmen gemacht werden. Insbesondere für Kinder alleinerziehender Eltern oder Einzelkinder kann dies ein wichtiges Erlebnis sein. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Kindertagespflege.

Kinder, die viele Stunden am Tag betreut werden, müssen keinen Wechsel der Bezugspersonen durch Schichtdienste erleben, sondern werden immer von derselben Person betreut. Besonders für Kinder unter drei Jahren kann dies aus entwicklungspsychologischer Sicht ein wertvoller Aspekt sein.

Kinderfrau (für Kinder im Alter von 0-16 Jahre)

Die Kinderfrau betreut das Kind im Hause der Familie. Sie ist nur für die Kinder der Familie zuständig und arbeitet nach den individuell mit den Eltern abgesprochenen Vorgaben. Die Kinderfrau unterstützt auch im Haushalt, übernimmt den Fahrdienst zu Musik- und Sportstunden und erledigt die eine oder andere Besorgung. Während Tagesmütter vorwiegend Kleinkinder versorgen, kümmert sich die Kinderfrau auch um größere Kinder. Wird eine Kinderfrau eingestellt, sind ein paar rechtliche und finanzielle Aspekte zu beachten. Alle in Privathaushalten beschäftigte Personen müssen nach dem Sozialgesetzbuch z.B. gesetzlich unfallversichert werden. Die Kosten müssen vom Arbeitgeber – also der Familie – übernommen werden. Mehr Informationen unter ‚Welche Pflichten kommen als Arbeitgeber auf mich zu?

Babysitter/ Leihoma

Ein Babysitter oder einen so genannte Leihoma empfiehlt sich dann, wenn die Betreuung der Kinder nur stundenweise erforderlich ist. Wichtige Informationen zu Anstellung und Versicherung finden Sie hier.

Kinderkrippe / Krabbelstube (für Kinder im Alter von 0-3 Jahre)

Kinderkrippen und Krabbelstuben sind für Babys und Kleinkinder bis zum Kindergartenalter gedacht. In der Krippe / Krabbelstube bekommt Ihr Kind Kontakt mit anderen Kindern, die sich im ähnlichen Alter befinden. Dieser Kontakt fördert das soziale Lernen, Ihr Kind bekommt neue Anregungen und lernt, sich in eine Gruppen zu integrieren. Für einen Krippenplatz zum gewünschten Zeitpunkt empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung.

Kindergarten (für Kinder im Alter von 3-6 Jahre)

Grundsätzlich steht es Eltern frei zu entscheiden, ob ihr Kind ab drei Jahren einen Kindergarten besuchen soll oder nicht. Hier gibt es keine gesetzlichen Verpflichtungen. Das Kindergartenplatzproblem ist bekannt, zwar spricht Ihnen der Rechtsanspruch einen Platz zu, doch dieser muss nicht unmittelbar in Ihrer Nähe sein oder Ihren Erziehungsmethoden entsprechen. Möchten Sie selber wählen, welchen Kindergarten Ihr Kind besuchen soll, müssen Sie unbedingt frühzeitig mit der Suche beginnen und Ihren Anspruch anmelden.

Hort (für Schulkinder im Alter von 6-10 Jahre)

In einem Hort werden die Kinder nach der Schule betreut. Er dient der Kindertagesbetreuung von Grundschülern und wird meist bis zur 4. Klasse besucht. Die Hausaufgabenbetreuung und die Beaufsichtigung der Kinder am Nachmittag sind die wesentlichen Aufgaben eines Horts.

Au-Pair (für Kinder im Alter von 0-12 Jahre)

Die Au-pair-Beschäftigung beinhaltet die zeitlich begrenzte Aufnahme von ausländischen Staatsangehörigen im eigenen Haushalt. In der Regel liegt die zeitliche Begrenzung bei einem Jahr. Ein Au-Pair benötigt ein eigenes Zimmer und ist vorwiegend für die Kinderbetreuung zuständig. Kleine Hausarbeiten sind in der Regel nach Vereinbarung auch möglich. Zu beachten ist jedoch, dass ein Au-pair keine „billige Putzkraft“ ist, sondern der Kulturerwerb und die Vertiefung der deutschen Sprachkenntnisse im Vordergrund stehen sollten. Für seine Tätigkeit erhält das Au-pair meist ein Taschengeld. Mehr Informationen zu Au-Pair-Vermittlung.

Haushaltshilfe

Eine Haushaltshilfe kann auch bei der Kinderbetreuung hilfreich sein, indem sie neben der Haushaltsführung die Betreuung der Kinder mit übernimmt. Die Haushaltshilfe kann halb- und ganztags oder nur stundenweise arbeiten. Diese Form der ‚Betreuung’ eignet sich vor allem bei Familien mit älteren Kindern.

Mit welchen Kosten für eine häusliche Kinderbetreuung muss ich rechnen?

Die Stundensätze unterscheiden sich nicht nur regional, sondern sind jeweils abhängig von den Anforderungen und der Anzahl der zu betreuenden Kinder sowie von der Ausbildung und den Vorkenntnissen der Betreuungsperson. Bei einigen Betreuungsformen ist es grundsätzlich sinnvoll, ein Pauschalhonorar/monatliches Gehalt zu vereinbaren. Die Kindertagesstättenbeiträge werden unterschiedlich festgelegt. Bitte wenden Sie sich an die zuständigen Einrichtungen und Jugendämter.

Betreuungsform Stundensatz netto
Kinderfrau8 - 20 € / Std.
Tagesmutter3 - 10 € / Std.
Babysitter5 - 15 € / Std.
Notmutter10 - 20 € / Std.
Hausaufgabenbetreuung8 - 15 € / Std.
Neugeborenen-Betreuung10 - 25 € / Std.

Alle oben genannten Angaben sind nur ungefähre Richtwerte und beinhalten noch keine zusätzlichen Aufwendungen wie Fahrtkosten, Reisespesen, Sonderauslagen, Sozialabgaben, Versicherung etc.

Wichtige Informationen zu Anstellung und Versicherung finden Sie hier.

Was beinhaltet ein Bewerbungsgespräch mit einer Betreuungsperson?

Dieser Gesprächsleitfaden kann Ihnen helfen, wenn Sie mit einer in Frage kommenden Betreuungsperson ein erstes persönliches Gespräch führen möchten. Nehmen Sie sich mindestens eine Stunde Zeit und vielleicht bietet sich auch die Möglichkeit, dass Ihr/e Kind/er die Betreuungsperson schon einmal ‚beschnuppern’ kann.

Aufwärmphase
  • Allgemeine Fragen zur Person wie Herkunft, Geschwister, Haustiere, Hobbies etc.
  • Letzter Kinderbetreuungseinsatz
  • Erlebnisse im Umgang mit Kindern
Beruflicher Werdegang
  • Überblick über die wichtigsten Stationen, Erfahrungen und Qualifikationen
  • Referenzen & Arbeitszeugnisse
  • Die Motivation zur Kinderbetreuung
Pädagogische Grundhaltung
  • Inwiefern stimmen Erziehungsstil, sowie Vorstellungen von Sicherheit und Hygiene überein
  • Stärken & Schwächen der zu betreuenden Kinder ansprechen
Individuelle Fragen
  • Führerschein / eigener PKW
  • Nichtraucher / Raucher
Betreuungsumfang
  • Welche Tage und wie viele Stunden
  • Wie viel und wann Urlaub
Arbeitsbereiche
  • Sind weitere Arbeiten erwünscht, wie z.B. die Zubereitung kindgerechter Mahlzeiten oder Hausarbeiten (Kochen, Putzen, etc.)
Vertretung
  • Welche Möglichkeiten würden hierfür bestehen
Bezahlung
  • Honorar/Gehalt, Versicherungen etc.
Weiteres Vorgehen
  • Wer meldet sich und bis wann

Der erste persönliche Kontakt zwischen Eltern und BetreuerIn ist natürlich der wichtigste Schritt, um eine Entscheidung zu treffen, ob diese Person für Ihr Kind in Frage kommt. Manchmal ist jedoch ein zweites Gespräch nötig, um final eine Entscheidung zu treffen. Beide Seiten haben das Recht abzulehnen, falls es Differenzen in wichtigen Punkten gibt oder einfach die ‚Chemie’ nicht stimmt. Kommt ein Betreuungsverhältnis zustande, so ist zu empfehlen, einen entsprechenden Vertrag mit der/m BetreuerIn abzuschließen. Eine schriftliche Vereinbarung gewährleistet, dass von Anfang an alle wichtigen Punkte besprochen und geregelt und von beiden Seiten akzeptiert worden sind.


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Welche Pflichten kommen als Arbeitgeber auf mich zu?

Damit Sie keine unangenehmen Überraschungen erleben, sollten Sie sich als zukünftiger Arbeitgeber rechtzeitig über Meldepflicht, Arbeitsvereinbarung, Abführen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sowie Versicherungen und steuerliche Absetzbarkeit informieren.

Meldepflicht

Vermeintliche Vorteile für ein illegales Beschäftigungsverhältnis (Schwarzarbeit) halten nur dem ersten Blick stand, denn bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, dass ein illegales Beschäftigungsverhältnis zahlreiche Tücken birgt: bei Schwarzarbeit

  • machen Sie sich strafbar
  • besteht KEIN Versicherungsschutz
  • gibt es keine Hilfe bei Problemen
  • verschenkt der Arbeitgeber Steuervorteile

Sobald ein Arbeitgeber eine Person beschäftigt, benötigt er, unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts und unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten, eine Betriebsnummer. Unter dieser Betriebsnummer sind dann alle Meldungen vorzunehmen. Sie erhalten diese Nummer von der Arbeitsagentur oder bei einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis direkt über die Minijob-Zentrale.

Der 450-Euro-Minijob

Minijobs in Privathaushalten sind eine spezielle Form der geringfügigen Beschäftigung und mit einer monatlichen Einkommensgrenze von 450,- € belegt. Alle Abgaben (Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung und Steuer) werden im sogenannten Haushaltsscheck-Verfahren von der Minijob-Zentrale direkt eingezogen. Für detaillierte Informationen sowie die bequeme und einfache Anmeldung wenden Sie sich direkt an die Minijob-Zentrale.

Beschäftigung auf Lohnsteuerkarte

Selbstverständlich können Privatpersonen Arbeitsverhältnisse mit anderen Personen und in jedem zeitlichen Umfang abschließen. Es gelten dann die allgemeinen arbeitsrechtlichen Vorschriften.

Solche Beschäftigungen unterliegen der Sozialversicherungspflicht (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Unfall- und Arbeitslosenversicherung) und dem Steuerrecht (Abführung von Lohnsteuer).

Auskünfte über die Anmeldepflicht erhalten Sie über die Deutsche Rentenversicherung.


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Wie gestalte ich die Vereinbarung mit einer Betreuungsperson?

Grundsätzlich empfehlen wir, einen schriftlichen Vertrag zu erstellen. Diese Liste gibt nur einige allgemeine Hinweise ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Bei vertragsrechtlichen Einzelfragen sollten Sie grundsätzlich fachkundigen Rat bei Ihrem Rechtsanwalt einholen. Unterschiedliche Vertragsformen sind denkbar, Sie sollten jedoch in jedem Fall alles, was wichtig ist, schriftlich festlegen. Dies betrifft in der Regel insbesondere folgende Punkte:

  • Vertragsparteien
  • Inhalt und Beginn des Vertragsverhältnisses: Tätigkeitsbereich / Aufgaben, Beginn des Vertragsverhältnisses (inkl. Probezeit)
  • Arbeitszeit
  • Urlaubsregelung
  • Arbeitsverhinderung und Ausfall (Benachrichtigung und Regelung für die Ersatzbetreuung)
  • Vergütung (Stunden- oder Monatslohn, Auto- / Reisespesen)
  • Nebenbeschäftigung (Information über bestehende, anderweitige Tätigkeiten oder Arbeitsverhältnisse)
  • Auskunfts- und Schweigepflicht
  • Kündigungsfrist
  • Datum und Unterschriften der Vertragsparteien
  • Der Vertrag wird gemeinsam von den Parteien ausgefüllt und unterschrieben.
  • Kündigungsfrist
  • Bitte beachten Sie, dass die notwendigen Versicherungen zur Abdeckung von Personen- und Sachschäden bei Aufsichtspflichtverletzung zu klären sind:
    • bei Betreuungsperson: Haftpflicht- und Unfallversicherung
    • bei Sorgeberechtigten/r: Haftpflicht
    • bei zu betreuenden Kindern: Haftpflicht- und Unfallversicherung durch die Eltern

Welche Fragen sind in der Eingewöhnungsphase zu klären? Fragebogen für Betreuungspersonen

Dieser Fragebogen hilft in der Eingewöhnungsphase, aber auch im Laufe der Betreuung, die wichtigsten Punkte rund um die Betreuung und die Belange des Kindes zwischen Eltern und Betreuungsperson festzuhalten.

Was leistet die Kindertagespflege und was muss ich beachten?

Dem Förderauftrag des VIII. Buches Sozialgesetzbuch - Kinder- und Jugendhilfe entsprechend, umfasst die Kindertagespflege die Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes. Kindertagespflege findet in der Regel im privaten häuslichen Umfeld von Familien statt und ist gleichzeitig ein öffentlich reguliertes Betreuungs- und Förderungsangebot. Ansprechpartner ist das Jugendamt, das zur Beratung in allen Aspekten der Kindertagespflege verpflichtet ist. Das Jugendamt überprüft auch die Eignung von Tagespflegepersonen und erteilt für Tagesmütter und -väter eine Erlaubnis zur Kindertagespflege. Die fachliche Begleitung von Tagespflegepersonen (z. B. Fortbildung, Vermittlung) übernimmt das Jugendamt selbst oder es informiert, wer vor Ort diese Leistungen erbringt. Das können Tageselternvereine, Familienbildungsstätten oder Wohlfahrtsverbände sein.

Tagespflegepersonen werden durch städtische Geldleistungen und Landesförderung subventioniert. Die Eltern beteiligen sich an den Kosten mit einem entsprechend der wöchentlichen Betreuungszeit festgesetzten Elternentgelt. Die Höhe der Teilnahmebeiträge (auch Kostenbeiträge genannt) ist in den meisten Fällen vom Einkommen der Eltern abhängig.

Wenn die Eltern ein sehr geringes Einkommen haben, kann der Betrag reduziert oder sogar ganz gestrichen werden. Voraussetzung ist aber, dass beide Eltern berufstätig sind oder sich in einer Ausbildung befinden.

Weitere Informationen zur Kindertagespflege auf der Homepage des Bundesverbandes für Kindertagespflege.

Welches sind die wichtigen Punkte im Vertrag mit einer Tagesmutter?

Jede Familie hat unterschiedliche Gründe, sich für eine Tagesmutter zu entscheiden. Die Suche ist nicht immer einfach. Hat man dann aber eine Tagesmutter gefunden, deren Konzept gefällt, kommt es auch noch auf die Tagesstruktur an.

Eine Tagesmutter ist nicht an tarifliche Vorgaben gebunden, sie arbeitet frei und selbstständig. Deswegen sollte im Vorfeld immer ein Vertrag geschlossen werden, in dem alle wesentlichen Punkte und Vereinbarungen, wie z. B. der finanzielle Aufwand, Erziehungs- und Umgangsstil, Versicherungsfragen, Urlaubszeit- und Feiertagsregelung sowie die vereinbarten Betreuungszeiten, klar geregelt sind.

Auch individuelle Nebenabsprachen wie: was passiert, wenn das Kind erkrankt oder medizinisch versorgt werden muss, sollten im Vertrag festgehalten werden. Der Vertrag mit der Tagesmutter dient dazu, dass beide Parteien abgesichert sind. Wenn beide Seiten den Vertrag unterzeichnet haben, gelten die Punkte und Vereinbarungen als anerkannt.

Viele weitere Informationen und einen Mustervertrag erhalten Sie über den Bundesverband für Kindertagespflege.

Wo informiere ich mich als Tagesmutter/Tagesvater?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundesverband für Kindertagespflege informieren umfassend.

Wem steht ein Betreuungsplatz zu?

Seit 1. August 2013 besteht bundesweit ein Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege (Tagesmutter) für Kinder ab Vollendung des ersten bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres (SGB VIII), zusätzlich zu dem bisher schon bestehenden Anspruch auf einen Kindergartenplatz ab Vollendung des dritten Lebensjahres.

Um den Anspruch geltend zu machen, muss ein Antrag beim Jugendamt gestellt werden. Der Antrag sollte auf jeden Fall schriftlich und rechtzeitig (mind. drei Monate bevor der Platz benötigt wird) gestellt werden. Zusätzlich sollte das Kind in jedem Fall in die Wartelisten aller in Frage kommenden Kitas und/oder Kindertagespflegeplätze eingetragen werde

Was gilt es zu beachten bei der Wahl eines Au-Pairs?

Die Au-Pair-Beschäftigung beinhaltet die zeitlich begrenzte Aufnahme von ausländischen Staatsangehörigen in deutschen Gastfamilien. Für den ausländischen Staatsangehörigen stehen der Kulturerwerb und die Vertiefung der deutschen Sprachkenntnisse im Vordergrund. Als Gegenleistung für die Vermittlung dieser Kenntnisse unterstützt das Au-Pair die Gasteltern bei der Betreuung der minderjährigen Kinder. Detailliertere Informationen mit entsprechenden Dokumenten zum Downloaden finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit www.arbeitsagentur.de (Rubrik „Bürgerinnen und Bürger“, Stichwortsuche: Au-Pair).

Oder Sie wenden sich direkt an Kulturist – eine qualifizierte, seriöse Au-Pair-Agentur.

Kosten: Die monatlichen Kosten belaufen sich nebst Kost & Logis auf ca. 400 EUR. Für eine seriöse Vermittlung sowie Behördengelder & Dokumente muss mit einem einmaligen Betrag von ca. 600 EUR gerechnet werden.
Steuerliche Absetzbarkeit: In der Regel sind auch die unentgeltlichen Aufwendungen (Geldwerte) wie Kost und Logis für die Gastfamilie von einem Au-Pair steuerlich absetzbar. Kosten für die Kinderbetreuung können bis zu einer Höhe von zwei Dritteln und maximal bis 4.000 EUR pro Kind/Jahr berücksichtigt werden.
Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater!

Wie kann sich eine Betreuungsperson weiterbilden?

Die Vielfalt von Weiterbildungsangeboten für Kinderbetreuungspersonen ist sehr groß und regional/lokal unterschiedlich organisiert. Wir empfehlen u.a.

  • Babysitter-Führerschein (z.B. von DRK)
  • Kurs Erste-Hilfe am Kind (z.B. von Caritas)
  • Grundqualifizierung zur Tagespflegeperson (z.B. über das Jugendamt vor Ort)
  • Fernstudium Kindererziehung (z.B. SGD Studiengemeinschaft Darmstadt)
Notwendige Versicherungen wie private Haftpflicht, die die Tätigkeit als Babysitter mit einschließt, sowie Unfallversicherung (siehe auch unter www.unfallkassen.de) müssen unbedingt im Vorfeld geklärt werden.

Was bedeutet eigentlich ‚Aufsichtspflicht’?

Die Aufsichts- und Haftungspflicht der Eltern ist im Bundesgesetzbuch festgehalten. Eltern können die Betreuung ihrer Kinder anderen Personen in Auftrag geben, wodurch diese Betreuungspersonen jeweils die Pflichten der Eltern übernehmen. Das bedeutet, dass das Kind vor Schäden bewahrt werden soll und auch andere Personen nicht durch das Kind zu Schaden kommen sollen. Kommt es zu einem Schadensfall, haftet während der Betreuungszeit die verantwortliche Betreuungsperson, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt hat.

Es gibt keine generelle Definition der Aufsichtspflichtverletzung und deshalb wird immer von Fall zu Fall untersucht. Haftpflichtversicherungen prüfen Schadensersatzansprüche und weisen nicht berechtigte Ansprüche ab.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre oder die bei der für den/die Beschäftigte/n zuständige Versicherung (Haftpflichtversicherung). Je nach Betreuungsform und -umfang sollten Sie unbedingt Ihre Privathaftpflicht und eventuell auch Ihre Rechtschutzversicherung entsprechend anpassen.

Was gilt es zu beachten bei Beschäftigung ausländischer Mitbürger?

Für Ihren individuellen Fall wenden Sie sich bitte an die Bundesagentur für Arbeit oder die Industrie und Handelskammer an Ihrem Standort. Fragen, Antworten sowie hilfreiche Tipps für Arbeitgeber und ausländische Arbeitnehmer finden Sie im aktuellen Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit.

Ist eine Beschäftigung von Jugendlichen unter 18 Jahren erlaubt?

Kinder ab dem 13. Geburtstag und Jugendliche, die noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen, dürfen mit Einwilligung der Eltern stundenweise – zwei bis drei Stunden täglich - beschäftigt werden, soweit die Beschäftigung leicht und für Kinder geeignet ist.

Beispiele zulässiger leichter Beschäftigung: Erteilung von Nachhilfe, Babysitten, gefahrlose Betreuung und Pflege von Tieren, Botengänge, Einkaufstätigkeiten mit Ausnahme des Einkaufs alkoholischer Getränke und Tabakwaren, Reinigungsarbeiten, Bewachungstätigkeiten, einfache Telefondienste, Autoreinigung.

Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen - solange sie der Vollzeitschulpflicht unterliegen - im Kalenderjahr zusätzlich zu den oben aufgezeigten Möglichkeiten einer Beschäftigung in den Schulferien für höchstens vier Wochen nachgehen.

Steuerliche Bestimmungen und notwendige Versicherungen sind unbedingt im Vorfeld z.B. über die Minijob-Zentrale zu klären.

In welcher Form dürfen Studenten beschäftigt werden?

Studenten, die nur in den Semesterferien oder während des Semesters wöchentlich höchstens 20 Stunden arbeiten, sind nicht sozialversicherungspflichtig.

Studenten, die während der Vorlesungszeit mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeiten, sind grundsätzlich sozialversicherungspflichtig, es sei denn, der Job ist vertraglich auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage befristet oder so ausgestaltet, dass die Arbeit überwiegend an den Wochenenden oder in den Abend- und Nachtstunden geleistet wird. Beiträge in die Rentenversicherung sind immer fällig, wenn die Beschäftigung nicht geringfügig ist

Weitergehende, ausführliche Informationen bieten Ihnen

Kann ich Betreuungskosten steuerlich absetzen?

Kinderbetreuungskosten können Sie als Sonderausgaben zu geltend machen – allerdings nur zu zwei Dritteln und bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro im Jahr. Ihr Kind darf das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, außer es kann sich aufgrund einer Behinderung nicht selbst versorgen. Nicht alle Aufwendungen – wie z.B. Kosten für Nachhilfe oder Sportkurse - dürfen Sie in Ihrer Steuererklärung angeben. Welche Kosten genau Sie absetzen können, erfahren Sie bei Ihrem Steuerberater oder Ihrem Finanzamt. Bewahren Sie Rechnungen und Überweisungsbelege immer auf. Denn Sie müssen Ihre Aufwendungen möglicherweise dem Finanzamt nachweisen.

Was gehört in eine Kinder-Hausapotheke?

Kinder werden öfter spontan krank oder verletzen sich leicht. Der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte e.V. informiert über die gut ausgestattete Kinder-Hausapotheke.

ACHTUNG: bitte bewahren Sie alle Medikamente sicher und verschlossen auf!

Ist mein Zuhause kindersicher? Sicherheits-Checkliste

Vom ersten Tag an lernt Ihr Kind dazu, entwickelt sich und entdeckt die Welt. Gerade für die ganz Kleinen besteht ein hohes Risiko, sich im eigenen Zuhause zu verletzten, wenn ihre Umgebung nicht kindersicher ist.

Treppen, Geländer, Balkon
  • Sicherung durch Gitter
Strom
  • Kindersicherung bei allen Steckdosen (auch im Garten), Schnüre und Kabel entsprechend sichern
Halsketten, Schnullerketten
  • keine Ketten oder Bänder um den Hals des Kindes legen
Baby-/Kinderbett
  • alles Überflüssige wie z.B. dicke Tücher, zu viele und zu grosse Stofftiere entfernen
Tischkanten, gefährliche Ecken
  • Schutz anbringen
Messer und Scheren
  • ausser Reichweite der Kinder aufbewahren
Badewanne und Dusche
  • rutschfeste Unterlage einlegen
Alkoholische Getränke, Medikamente, Rauchwaren, Putzmittel
  • für Kinder unzugänglich aufbewahren
Herd
  • mit entsprechendem Gitter absichern
Aschenbecher
  • nur geschlossene Aschenbecher verwenden
Feuerzeuge und Streichhölzer
  • an einem sicheren Ort aufbewahren
Rauchmelder im Haus/Kinderzimmer anbringen Plastiktüten
  • wegräumen
Garten
  • Rasenmäher und gefährliche Gartengeräte, Pflanzenschutz- und Düngemittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
Pool, Teich, Regentonne
  • durch Abdeckung oder Schutzgeländer sichern
Giftpflanzen und –sträucher
  • entfernen oder entsprechend vor Kindern sichern

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Wie verhalte ich mich bei einem Unfall? Notfall-Checkliste

Wenn ein Unfall passiert ist, rufen Sie die Notrufnummer 112 an. Versuchen Sie auf jeden Fall, Ruhe zu bewahren!

Folgende Informationen sind wichtig:

Wer
Nennen Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und die Telefonnummer, unter der Sie im Augenblick zu erreichen sind.

Wo
Sagen Sie, wo Sie sich gerade befinden.
Ist der Unfall unterwegs passiert, versuchen Sie den Ort genau zu beschreiben.

Auto
Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, nennen Sie Fahrzeugtyp, Kennzeichen und Farbe.

Was
Beschreiben Sie genau, was passiert ist.

Wie
Beschreiben Sie den Zustand des Kindes möglichst genau.

Erste Hilfe
Beschreiben Sie, was Sie an Erster Hilfe bereits geleistet haben.

Weitere Informationen
Fragen Sie am Ende eines Notrufs, ob die andere Seite noch Informationen benötigt.

Ende
Beenden Sie das Gespräch erst, wenn Sie von der Gegenseite dazu aufgefordert werden.


Unsere Empfehlung: Besuchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs. Das, was Sie vielleicht noch aus dem Kurs anlässlich der Führerscheinprüfung wissen, reicht im Notfall nicht aus. Viele Organisationen wie z.B. Caritas oder DRK bieten spezielle Kurse an.

Wie verhalte ich mich in einem akuten Krankheitsfall? Notfall-Checkliste

Zu normalen Geschäftszeiten kontaktieren Sie den Kinderarzt, ansonsten den kassenärztlichen Notdienst unter 116 117.

Folgende Informationen sind wichtig:

Wer
Nennen Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und die Telefonnummer, unter der Sie im Augenblick zu erreichen sind.

Was
Beschreiben Sie die Symptome Ihres Kindes. Dazu gehören auch seine spontanen Klagen.

Wie
Beschreiben Sie den allgemeinen Zustand Ihres Kindes.
Nennen Sie Körpertemperatur und Messmethode.

Wann
Geben Sie den Zeitpunkt an, zu dem die Krankheitszeichen einsetzten.

Essen
Sagen Sie, was Ihr Kind in den letzten 24 Stunden gegessen und getrunken hat.

Andere Erkrankungen
Erwähnen Sie andere Erkrankungen, unter denen Ihr Kind leidet oder deretwegen es bereits behandelt wurde.

Behandlungsversuche
Schildern Sie Ihre Behandlungsversuche. Dazu gehören auch alle Medikamente, die Sie gegeben haben.
Informieren Sie die Eltern umgehend.

Welche Nummern sollten in einer Notfall-Telefonliste geführt werden?

  • Polizei
  • Feuerwehr
  • Kinderkrankenhaus
  • Haus- und Kinderarzt
  • Zahnarzt
  • Kassen- oder privatärztlicher Notdienst
  • Notruf
  • Giftnotruf
  • Eltern
  • Verwandte
  • Freunde

Eine Kopie des Impfpasses sollte griffbereit sein.

Empfehlung: Besuchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs. Das, was Sie vielleicht noch aus dem Kurs anlässlich der Führerscheinprüfung wissen, reicht im Notfall nicht aus. Viele Organisationen wie z.B. Caritas oder DRK bieten spezielle Kurse an.

5 nützliche Tipps für eine erfolgreiche Kinderfremdbetreuung

1. Rituale schaffen
Kinder brauchen Rituale. Sich ständig wiederholende Situationen und Abläufe helfen ihnen ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen – im Alltag und auch in neuen Umgebungen. Daher empfiehlt es sich, den Tag in mehrere Blöcke zu unterteilen. So behält man selbst den Überblick und kann den Tagesablauf und das Zeitmanagement am besten handhaben. Und den Kindern fällt es wesentlich leichter, wenn sie wissen, was und wann auf sie zukommt.

2. Für Abwechslung sorgen
Routine und Rituale sind wichtig, sollten aber auch ab und zu ergänzt oder geändert werden. Planen Sie kleine Überraschungen für die Kinder ein, z.B. ein Picknick im Park anstelle vom Mittagessen am Tisch oder einen Ausflug in den Wald. So machen Sie den Kindern nicht nur eine große Freude, sondern sorgen für Erinnerungen und Emotionen, die die Kinder mit der Betreuung positiv verknüpfen.

3. Regeln – Grenzen – Konsequenzen
Faktoren, die in der Kindererziehung wichtig sind, sollten auch bei der Fremdbetreuung nicht vernachlässigt werden. Ein nachvollziehbares konsequentes Verhalten ist aus unserer Sicht einer der wichtigsten Faktoren. Oft haben Betreuungspersonen Probleme damit, sich bei den Kindern durchzusetzen. Egal ob es der Babysitter, die Tagesmutter oder die eigene Oma ist. Stellen Sie altersgerecht verständliche Regeln auf und setzen Sie diese auch durch. Nur so lernen die Kinder, wo die Grenzen sind und mit welchen Konsequenzen sie zu rechnen haben. Unser Tipp: Legen Sie gemeinsam mit den Kindern die Regeln und die Konsequenzen fest. Und vergessen Sie dabei nicht, dass diese altersgerecht, nachvollziehbar und sinnvoll sein sollten.

4. Kommunikation mit den Eltern
Wenn Kinder in der Tagesbetreuung Probleme oder Sorgen verlauten lassen oder ihr Verhalten ungewöhnlich oder auffällig ist, sollte dies bei der Abholung mit den Eltern besprochen werden, damit dies umgehend reagieren können.

5. Gleiche Behandlung für alle
Es ist absolut menschlich, wenn im Rahmen der Betreuung von mehreren Kindern das eine oder andere Kind einem besonders ans Herz wächst. Dennoch sollte immer darauf geachtet werden, alle Kinder gleich zu behandeln. Eine faire und gerechte Behandlung aller Kinder ist wichtig, denn nur so fühlt sich jeder in der Gruppe gut aufgehoben.

3 nützliche Tipps für einen leichteren Übergang in eine Kindertageseinrichtung

Vorbereitung auf die Kindertageseinrichtung.
Wenn der Übergang vom Elternhaus in eine Kindertageseinrichtung bevorsteht ist dies für alle Beteiligten Kinder, Eltern und Einrichtungen immer eine Herausforderung. Bereiten Sie Ihr Kind auf die bevorstehende Veränderung vor. Sprechen Sie das Thema immer mal wieder an, reden Sie über die vielen neuen Dinge die es dort zu erleben und entdecken gibt. Gehen Sie mit Ihrem Kind auf das Sommerfest der Einrichtung, oder besuchen Sie eine Schnupperstunde. Gehen Sie mit Ihrem Kind beim Spaziergang an der Einrichtung vorbei. Vielleicht gehen auch Kinder aus der Nachbarschaft in die gleiche Einrichtung, dann nehmen Sie diese mit und machen einen spaßigen Ausflug daraus.
Auch bei der Anmeldung und während des Aufnahmegespräches sollten Sie Ihr Kind nach Möglichkeit mitnehmen. So kann es sich bereits mit den Erziehern und der Einrichtung vertraut machen und Sie können diese Termine für Ihre Fragen und Anliegen nutzen. Zu beachten ist, dass jedes Kind den Übergang in seinem individuellen Tempo bewältigt. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Kind diese Zeit geben und es nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Dies könnte Ihr Kind sonst verunsichern und verängstigen. Denken Sie daran, für Ihr Kind ist es möglicherweise die erste Trennungssituation in seinem Leben und eine komplett neue Lebensphase. Die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung helfen Ihnen dabei, die Form und den zeitlichen Rahmen der Eingewöhnungszeit festzulegen. Sprechen Sie dies rechtzeitig ab.

Die ersten Tage und die Eingewöhnungszeit
Die meisten Kindertageseinrichtungen haben für die Eingewöhnungszeit, der neuen Kinder in die Kindertageseinrichtung, bestimmte Verfahren / Eingewöhnungsmodelle entwickelt. In den ersten Tagen steht der Bindungsaufbau, zwischen Kindern und den Fachkräften der Einrichtung, im Vordergrund. Ein regelmäßiger und enger Austausch zwischen Eltern und Fachkräften ist wichtig und fördert den Aufbau eines persönlichen und vertrauensvollen Kontakts zwischen allen Beteiligten.
Bei Kindern unter drei Jahren empfiehlt es sich, dass ein Elternteil sein Kind über mehrere Tage in der Einrichtung begleitet. Danach erfolgen kurze Trennungen. Sind diese erfolgreich verlaufen, werden die Stunden, die das Kind in der Krippe ohne Eltern verbringt, zeitlich ausgedehnt. Auch im Kindergarten ist eine Elternbegleitung in den ersten Tagen möglich. Feste Rituale beim Verabschieden, vereinbarte Bring- und Abholzeiten oder ein Kuscheltier helfen Ihrem Kind in den Kindergartenalltag hineinzuwachsen.

Mahlzeiten, Kleidung und Ausstattung Sprechen Sie schon beim Aufnahmegespräch eventuelle Unverträglichkeiten und Allergien Ihres Kindes an. Hier können Sie auch gleich abklären, welche Mahlzeiten in der Einrichtung angeboten werden und was Sie selbst mitbringen können. Ihr Kind benötigt für die Teilnahme am Kita-Alltag eine entsprechende Kleidung und Ausstattung. Eine Liste mit den notwendigen Gegenständen und Kleidungsstücken, erhalten Sie in der Regel schon beim Aufnahmegespräch. Beim täglichen Ankleiden Ihres Kindes sollten Sie immer daran denken das die Kleidung bequem und dem Wetter angepasst ist und auch mal schmutzig werden kann oder kaputt geht.